West-östlicher Diwan

Exposé

„Heimat hat offene Arme, grenzt nicht aus, sie schließt ein. Heimat entwickelt sich weiter.”

Ina Scharrenbach, NRW-Heimatministerin

Samstag 18.09.,20-24 Uhr

Am Vorabend, bevor der Markt beginnt, bieten die auf dem Domplatz ausgebreiteten Teppiche den perfekten Ort für erste Treffen bei Klezmerklängen und traditioneller Musik aus Afghanistan. Ein Spökenkieker kennt die Zeichen der Zukunft, von Weitem improvisiert ein Pianist über abendländische Kadenzen. Unter illuminierten Schirmen mischen sich syrische mit kurdischen Tönen. Eine Hennamalerin geht konzentriert ihrer Arbeit nach.

Sonntag 19.09.,16-20 Uhr

Ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Diwans liegt auf Münsters vierzigjähriger Städtepartnerschaft mit Rishon LeZion. So mischen sich westfälische Klänge nicht nur mit arabisch-persischen, sondern auch mit israelischen. Deutsche Künstler bedienen sich aus der Vielfalt traditioneller israelischerMusik, ein irakischer Musiker gibt mit seiner Gruppe jüdische Klezmermusik zum Besten, der Oberbürgermeister liest – zusammen mit dem Ex-Polizeipräsidenten Kuhlisch – aus jüdischen Märchen und Legenden und Christiane Hagedorn intoniert „Bei mir bist du schön”. Damit beweist Münster erneut, dass sie wahrhaft eine Stadt des Friedens ist. Aber das ist noch lange nicht alles: kurdische Tänzer treffen auf Alphornbläser aus Billerbeck, ein arabischer Kiepenkerl gießt dem Bauern Schulte-Brömmelkamp aus Kattenvenne einen oder zwei Klaren ein, Hafis Gedichte werden auf der Merlin interpretiert und ein syrischer Bildhauer zeigt, wie man aus Ton in kurzerZeit sein eigenes Portrait modelliert.